Mobile Business Intelligence
& effektives Informations-Design
(Den Artikel als PDF downloaden)


Mobile Geräte wie Tablets und Smartphones repräsentieren die neue Mobilität moderner und erfolgreicher Unternehmen. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass Manager und Mitarbeiter von der mobilen und damit schnelleren Verfügbarkeit unternehmensrelevanter Informationen bei ihren Entscheidungen und in ihrer Arbeit profitieren.

An jedem Ort und zu jeder Zeit kann besser auf Trends, Tendenzen und Entwicklungen im internen und externen Unternehmensumfeld reagiert werden. Einen wesentlichen Mehrwert haben mobile Business Intelligence Anwendungen in Verbindung mit der Integration von Kommunikationsmitteln wie zum Beispiel E-Mail-, Messaging- oder auch Intranet-Apps.

Ein Mobile Dashboard ist eine Visualisierung unternehmerisch relevanter und bedeutungsvoller Informationen, die in ihrem Design vollumfänglich das Display eines mobilen Endgerätes effizient ausfüllen muss. Die Umsetzung komplexer Mobile Information Design- Anforderungen, erfordert daher einen planerischen Projektansatz.


Vier Schritte führen Sie zum Erfolg

Über diese Erkenntnis kristallisieren sich vier Meilensteine für eine erfolgreiche Implementierung eines Mobile Information Designs heraus. Im ersten Schritt werden die Anforderungen anhand bestehender Reportings und Dashboardlösungen analysiert und kartographiert. Eine Informationskarte legt den Ausgangspunkt zur weiteren Verfeinerung fest. Im nächsten Schritt wird die Darstellungsfläche beziehungsweise der Datenvisualisierungsbereich im engeren Sinne strukturell und inhaltlich definiert. Darauf folgt die Konzeption der zu verwendenden Informationsobjekte. Für ein optimales Mobile Information Design ist es im Besonderen von Bedeutung, KPIs als Botschaften verdichtet unter einer einheitlichen Skalierung wiederzugeben.

Die Umsetzung eines Mobile Information Designs ist eine komplexe Aufgabe. Dabei ist insbesondere gefordert, frühzeitig alle Nutzer der mobilen Business Intelligence-Lösung einzubinden und an dem Prozess teilhaben zu lassen.

1) Das bestehende Reportingumfeld analysieren und eine mobile Informationskarte entwickeln

Neben dem Ziel, einen Nutzer-Einstiegspunkt für Mobile Dashboards zu identifizieren, sieht man sich oftmals mit einer Fülle bestehender Auswertungswerkzeuge und Reportings konfrontiert. Es gilt, daraus diejenigen Informationen und KPIs zu identifizieren, die eine übergeordnete Relevanz für die unternehmerischen Entscheidungsfindungen haben. Das sind diejenigen Informationen, die den Nutzern später über ein mobiles Dashboard zur Verfügung stehen sollen.

Das Ziel und Ergebnis dieser initialen Analyse- und Konzeptionsphase ist die Definition einer mobilen Informationskarte. Sie leitet thematisch und nach Anforderungen der mobilen Nutzer verschiedene, nebeneinander stehende Reportings ab. Die Kartographierung berücksichtigt auch die Verknüpfungen untereinander. Hier sind u.a. auch Kommunikationsschnittstellen zu externen mobilen Apps wie E-Mail, Messaging, Karten oder gar CRM-Anwendungen festgehalten.

2) Design der Dashboard Strukturierung

Im Fokus dieses Schrittes steht die Planung und Strukturierung des Displaybereichs. Ein mobiles Dashboard definiert sich aus einer Reihe von Elementen. Das Ergebnis legt nicht nur die Platzhalter für die spätere Datenvisualisierung fest, sondern auch Bereiche für Header, Footer, Navigationen, Filter, Selektionen und Parametereinstellungen.

Eine zu berücksichtigende Vorgabe ist die Einhaltung der No-Scroll-Regel – d.h., dass alle Elemente und Informationsobjekte im sichtbaren Bereich des Tablets für den mobilen Informationskonsumenten ersichtlich sein sollten. Damit wird vermieden, dass wichtige Informationen bei der Betrachtung verloren gehen.

Das Kernelement der Visualisierung eines Dashboards ist der Datenbereich. Er ist nach einem Raster unterteilbar. Jedem Rasterbereich werden in einem weiteren Schritt die KPI- und Datenvisualisierungen zugeordnet. Es empfiehlt sich entweder das 1x1, 2x1, 3er oder 2x2-Raster für Mobile BI anzuwenden. Feinere Strukturierungen bergen das Risiko ineffizienter Informationsdarstellungen, die schwer durch den Anwender zu erfassen sind.

3) Die Visualisierung mobil bereitgestellter Informationen konzipieren

Ein Fallstrick vieler Visualisierungen ist die Überfrachtung und der falsche Einsatz von Farben. Oft stehen Torten-, Balkendiagramme mit irritierender Farbdifferenzierung oder 3D-Diagramme im Mittelpunkt. Wertvolle Informationen gehen dem Betrachter verloren, falsche Entscheidungen und Einschätzungen werden getroffen.

Eine finale Visualisierung mobil zu nutzender Informationen und KPIs setzt die Beachtung verschiedener Kriterien voraus. Die zu entwickelnden Informationsobjekte wie Diagramme, Tabellen und auch textuellen Aussagen müssen dem mobilen Nutzer konkrete Botschaften vermitteln. Um Informationen vergleichbar und richtig zu interpretieren ist streng auf eine einheitliche und normierte Skalierungen für Achsen und Ausprägungen zu achten. Dieser Ansatz unterstützt die kognitive Informationsverarbeitung des Betrachters. So sind Informationen, die Antworten auf die unternehmerischen Fragestellungen geben, schneller interpretierbar.

Durch das Mittel der Verdichtung verschiedener Informationen und KPIs kann ein Nutzer mehr als einfach nur auf einzelne KPIs zugreifen. Verdichtete Botschaften verknüpfen nebeneinander stehende Sachverhalte. Sie weisen Ursache-Wirkungszusammenhänge aus. Neuartige Visualisierungslösungen wie Schwellwertlogiken, Microcharts, Sparklines und Bulletcharts übertreffen die bekannten klassischen Visulisierungsansätze. In der Kombination mit Tabellen ergeben sich neue, beeindruckende und wertvolle Einblicke in die Aktivitäten eines Unternehmens.

4) User Involvement schafft User Acceptance

Überzeugendes Mobile Information Design involviert den Anwender in jeder einzelnen Phase der Entwicklung. Der Anwender gibt vor, welche Fragen er über sein mobiles Dashboard beantworten möchte. Er kennt bestehende Reportings und die Relevanz der Informationen.

So bewährt es sich, frühzeitige und über alle Phasen hinweg gemeinsam visuelle Prototypen zu schaffen. Dabei kann mit einfachen, workshopbasierten Flipchart- Methoden, mit Office-Softwarelösungen oder mit speziellen Mockup-Tools gearbeitet werden. Mobile Enduser und BI-Entwickler können diese wertvollen Ergebnisse frühzeitig und gemeinsam diskutieren.

Eine optimale Einbindung der Anwender entsteht bei ganzheitlicher Betrachtung der vier Kernelemente: Effektivität, Effizienz, Zufriedenheit und User Experience. Unter Einbezug dieser Messgrößen in den Test der Nutzerfreundlichkeit kann die dringend erforderliche Anwenderzufriedenheit und -akzeptanz sichergestellt werden.

Praxistipps für ein effektives Mobile Information Design

Erhalten Sie hier einen Leitfaden, um Ihre mobilen Business Intelligence Werkzeuge erfolgreich im Unternehmen zu platzieren und sehen Sie, wie Sie durch eine gezielte Vorgehensweise Darstellungen der entscheidungsrelevanten Informationen konkret optimieren können. Laden Sie sich hier den vollständigen Artikel herunter und erfahren Sie mehr über die Tipps für ein effektives Mobile Information Design:

Download pdf "Mobile Information Design"